Die umfangreichen Sammlungen Friedrich Culemanns gehören noch heute zu den Hauptbeständen hannoverscher Museen und kultureller Einrichtungen. Die etwa 7500 Nummern umfassende Kollektion wurde nach Culemanns Tod 1887 durch die Stadt Hannover von seinen Erben angekauft und in das neu errichtete Kestner Museum eingebracht.
Zur Sammlung gehören bedeutenden Inkunabel- und Handschriftenbestände und die Sammlung der Angewandten Kunst im Museum August Kestner, die Gemälde und Graphiken der deutschen Renaissance in der Landesgalerie und die Autographensammlung, mit den herausragenden Hinterlassenschaften von Goethe und Schiller, die im Stadtarchiv Hannover aufbewahrt wird.
Der Sammler, der diese Schätze zusammengetragen hatte, steht häufig hinter diesen Schätzen zurück. Seine vielschichtigen Tätigkeiten als Buchdruckereibesitzer und Schulsenator, seine ehrenamtlichen Tätigkeiten in Kommissionen und Vereinen und natürlich seine weiten Verbindungen zu Geisteswissenschaftlern seiner Zeit, machen ihn zu einer einflussreichen hannoverschen Persönlichkeit des 19. Jahrhunderts.
Der Vortrag widmet sich dieser komplexen (Sammler-) Persönlichkeit Friedrich Culemann und gibt einen Überblick über seinen Sammlungskosmos.